Wer erfreut sich nicht an Zimmerpflanzen? Doch nicht jeder von uns hat einen grünen Daumen. Grünpflanzen sollten nicht vernachlässigt aber auch nicht überpflegt werden. Damit Ihre Pflanzen wachsen und gedeihen, müssen Sie nur ein paar kleine Empfehlungen beachten.

Welche Pflanze passt an welchen Ort?

Viele Zimmerpflanzen sind tropischen oder subtropischen Ursprungs wie Monstera, Alocasia, Strelitzie, Calathea. Sie alle kommen mit hoher Luftfeuchte, hohen Temperaturen und relativ wenig Licht aus.

  • Steht eine Zimmerpflanze zu sonnig, verblassen ihre Blätter und rollen sich ein.
  • Bekommt sie zu wenig Licht, verfärben sich die Blätter gelb oder die sind sehr klein und die Pflanze bildet sehr lange Triebe.
  • Hat Ihre Pflanze braune Spitzen, steht sie zu trocken.

Welche Pflanzenerde sollte verwendet werden?

Zimmerpflanzen wachsen zu Hause nicht in natürlichem Boden, sondern im Topf. Die falsche und damit ungeeignete Erde ruft Mangelerscheinungen hervor. Wenn diese nicht genügend Nährstoffe enthält oder nicht durchlässig genug ist, gedeiht die Pflanze nicht optimal. Sie wächst langsamer oder überhaupt nicht, ihre Blätter vergilben. Ist die Erde zu dicht entsteht Staunässe und die Wurzeln können faulen.

  • Eine Pflanzerde für alle Zimmerpflanzen gibt es nicht. Auch hier hilft ein Blick auf das Pflegetikett oder fragen Sie Ihren Blumenhändler.

Können Pflanzen falsch eingepflanzt werden?

Falsches Einpflanzen oder zu dichte Erde führt zu Staunässe und faulen Wurzeln. Dadurch werden die Wurzeln faulig und die Pflanze bekommt gilbe Blätter.

  • Pflanzen Sie Ihre Zimmerpflanzen nie in Gefäße ohne Abflusslöcher.
  • Noch besser ist es, wenn Sie die Erde mit einer Schicht Blähton mischen. Das erleichtert den Wasserabfluss und die Wurzeln haben Platz zum Gedeihen.

Wie oft und wie viel Wasser ist notwendig?

Zu viel Wasser schadet den Pflanzen schnell: Die Blätter werden gelb, die Erde schimmelt oder riecht muffig. Manchmal finden sich auch kleine Fliegen. Bei Staunässe werden die Wurzeln faul.

  • Schauen Sie auf das Pflegeetikett. Hier finden Sie, wie oft die Pflanze gegossen werden sollte. Oder Fragen Sie Ihren Blumenhändler.
  • Prüfen Sie vor dem Gießen mit dem Finger, ob die Erde noch feucht ist. Wenn nicht, können Sie gießen.
  • Ist die Erde schimmelig, hilft nur noch Umtopfen. Säubern Sie die Pflanze dabei gut von Erdresten.

Wie und wie oft sollte gedüngt werden?

Wenn Sie eine Pflanze kaufen, ist die Erde regelmäßig mit Dünger versetzt. Dieser reicht i. d. R. nur für ein paar Wochen. Daher ist es wichtig, Zimmerpflanzen regelmäßig zu düngen. Stagniert das Wachstum und/oder die Blätter färben sich gelb, könnte es an Düngermangel liegen. Halten Sie sich an die Pflegeanleitung. Zu viel Dünger sorgt dafür, dass die Pflanze die Nährstoffe nicht gut aufnehmen kann, ihre Blätter bekommen dann braune Ränder. Andere Pflanzen bilden enorm viele Blätter bzw. bläuliche, weiche Triebe.

  • Schauen Sie deshalb genau in die Pflegeanleitung der jeweiligen Pflanze oder fragen Ihren Blumenhändler.
  • Wählen Sie den richtigen Dünger aus: fest oder flüssig, Kombi- oder Langzeitdünger.

Wann sollte die Pflanze umgetopft werden?

Während junge Pflanzen öfter umgetopft werden müssen (alle 2-3 Jahre), können alte Zimmerpflanzen 4-5 Jahre im Topf bleiben. Ein Blick auf Pflanze und Topf hilft. Wenn die Wurzeln kaum noch Platz haben, stagniert das Wachstum der Pflanze und die Wurzeln drängen aus der Unterseite des Topfes. Pflanzen mit hohem Wurzeldruck können sogar den Topf sprengen.

  • Ideale Umtopfzeit ist im Frühling. Gönnen Sie Ihrer Pflanze einen etwas größeren Topf und neue, hochwertige Erde.
  • Schauen Sie danach immer mal nach, wie durchwurzelt die Erde ist.

Wie erkenne ich rechtzeitig Schädlingsbefall?

Trotz, dass Sie alle vorstehenden Hinweise beachtet haben, bekommen die Blätter Flecken, rollen sich, werden welk oder vergilben. Teile der Pflanze sterben ab. All dies können Zeichen von Schädlingsbefall sein.

  • Schauen Sie bei jedem Gießen, ob Sie Ungeziefer an den Blättern – auch an der Unterseite – finden.
  • Oft reicht es aus, die Zimmerpflanze abzubrausen, um die Schädlinge zu entfernen.
  • Eine weitere Möglichkeit sind sogenannte Gelbsticker: Von der Farbe angelockt, bleiben Schädlinge daran kleben.

Wir wünschen Ihnen viel Freude mit Ihren Zimmerpflanzen.