Pünktlich um 18:00 Uhr eröffnete Sylvia Weiß, Vorsitzende des WBG-Aufsichtsrates die ordentliche Vertreterversammlung 2024. Dabei konnte sie 55 Vertreter sowie weitere Ersatzvertreter und Gäste im „Parkcafé“ der Ilmenauer Festhalle begrüßen. Zur Abstimmung waren dann 56 Vertreter anwesend, ein Vertreter kam später.

Anschließend berichteten die beiden Vorstandsmitglieder Dorit Held und Peter Sattler über aktuelle Herausforderungen, Ergebnisse in 2023 und Ziele. Laut Wirtschaftswissenschaftlern ist die deutsche Wirtschaft wie gelähmt, die Stimmung schlecht und die Unsicherheit hoch; eine rasche Besserung nicht in Sicht. „Da ist es nicht einfach in der Erfolgsspur zu bleiben. Aber auch 2023 schließen wir mit einem Gewinn ab und können allen Mitgliedern eine Dividende von 2,5 % auf ihr Geschäftsguthaben auszahlen.“

In den letzten Jahren hat die WBG viel und gut investiert. Die Mieten blieben dabei stabil. Zum Jahresende 2023 lag die WBG-Durchschnittsmiete von 5,05 Euro je m² deutlich unter dem Durchschnitt Thüringer Wohnungsgenossenschaften und kommunaler Wohnungsgesellschaften (5,47 Euro je m²).

Frau Held zeigte und erläuterte die sehenswerten Investitionen der WBG. Schwerpunkte 2023 waren die energetische Innensanierung im Gebäude, Fassadensanierungen, Balkonvorbauten sowie die Gestaltung barrierefreier Hauszugänge.
„Auch in den nächsten Jahren hat die WBG großes vor.“ Denn im Herbst 2023 startete nun endlich unser Neubau „Schortehof“, der Einzug ist für das Frühjahr 2026 geplant. Gleichzeitig sind neben den bekannten Schwerpunkten Aufzüge und Balkone auch Investitionen in erneuerbare Energien geplant. Sie gab weiterhin einen Ausblick auf Perspektiven und stellte Projektideen der WBG zu den Quartieren „Fischerhütte“, „Güterbahnhof Langewiesen“, „Schlossmauer“ und „Am
Ilmufer“ vor, in denen die WBG über Bauflächen verfügt.
Frau Weiß berichtete über Aufgaben und Tätigkeiten des Aufsichtsrates. Schwerpunkt in den Ausschüssen waren das Förderprojekt „Schortehof“ und die Modernisierung der Bertolt-Brecht-Straße 17 bis 24. Während der Bauausschuss das Modul „Baubuch“ der WBG-Software sowie den Aufbau einer digitalen
Plattform zur Überwachung und energieeffizienten Steuerung von Heizungsanlagen beleuchtete, nahm der Prüfungsausschuss die Betriebskostenabrechnungen einschließlich der internen Prozesse unter die Lupe.

Jürgen Elfrich, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater informierte über das Prüfungsergebnis. Der Verband Thüringer Wohnungs- und Immobilienwirtschaft
e.V., Erfurt (vtw) attestierte der WBG gute Zahlen und eine ordnungsgemäße Geschäftsführung. So wurden der Jahresabschluss 2023 durch die Vertreter festgestellt, eine Gewinnausschüttung beschlossen sowie Aufsichtsrat und Vorstand entlastet.

Satzungsgemäß endeten 2024 die Amtszeiten von Dr. Klaus Müller und Dr. Jürgen Freundel.

Nach mehr als zwanzig Jahren schied Dr. Müller aus dem Aufsichtsrat aus. Dr. Müller ist seit 1973 WBG-Mitglied und engagierte sich seit dem Jahr 2000 im WBG-Aufsichtsrat. Mit seinem reichen Erfahrungsschatz und seiner Weitsicht gestaltete er unsere Genossenschaft aktiv und prägend mit. Für dieses Engagement
sowie das vertrauensvolle Miteinander dankte ihm Frau Weiß und wünschte für die Zukunft alles Gute.

Dr. Freundel stellte sich der Wiederwahl und wurde anschließend von den Vertretern erneut in den Aufsichtsrat gewählt. Als Neuzugang wurde Martin Götze in den Aufsichtsrat gewählt.
Im Mittelpunkt der abschließenden Diskussion standen vor allem die Themen Entsorgung von Wertstoffen, Glasfaserausbau, Nutzung erneuerbarer Energien auf größeren Dachflächen, städtebauliche Konzepte auf der Pörlitzer Höhe, Aufstellen von Ladesäulen sowie Balkonanbauten.
Herr Dr. Enger wies auf Probleme bei der Entsorgung von Wertstoffen hin. Durch Abzug der gelben Tonnen durch den Abfallwirtschaftsbetrieb des Ilm-Kreises auf Sammelplätzen der Stadt Ilmenau ist eine Überfüllung auf den WBG-Müllplätzen festzustellen. Ein weiteres Problem gibt es bei den Biotonnen, diese müssten
regelmäßig gereinigt werden.
Herr Sattler informierte, dass derzeit das Angebot eines Dienstleisters zur Sortierung und Säuberung der Müllplätze geprüft wird, der natürlich zusätzliche Betriebskosten verursachen würde.

Herr Stiebert vermisst Planungen zu Elektro-Ladesäulen im Wohngebiet.
Frau Held erläuterte die Problematik zum Netzausbau und Stromvermarktung und wies auf das bestehende Angebot in Nähe der Humboldtstraße 4-18 hin, wo gemeinsam mit AreaCharge 4 Ladestellplätze entstanden sind. Ein Ausbau dieses Angebotes wird geprüft.
Frau Gebser bekräftigte den Wunsch Ihrer Hausbewohner zum Einbau eines Aufzuges, dem die WBG aufgrund städtebaulicher Planungen der Stadt nicht nachgehen kann.
Seitens des Vorstandes wurde Unterstützung bei der Findung altersgerechter Wohnungen bei Bedarf zugesagt.
Herr Teufel erfragt den aktuellen Stand zum Glaserfasereinbau am Burgstein in Langewiesen, da mittlerweile Glasfaser bis in die Wohnung verlegt wurde, leider jedoch immer noch keine Nutzung möglich ist.
Frau Held bestätigte dies und sagte, dass die WBG mit dem ausbauenden Provider, Thüringer Netkom GmbH, in Kontakt steht. Die letzte Aussage von Thüringer
Netkom GmbH ist, das es technische Probleme und Lieferschwierigkeiten gibt, aber bis Ende 2024 eine Lösung gefunden und das neue Glasfasernetz genutzt werden kann.

Frau Lortsch bittet den Vorstand zu prüfen, ob eine Möglichkeit zur Nutzung von größeren Dachflächen für die Anbringung von Solarpaneele besteht. Herr Sattler erläutert, dass bereits Angebote vorliegen und geprüft werden.
Dank guter Zahlen und einem positiven Votum zog Frau Weiß ein gelungenes Fazit und schloss die Vertreterversammlung.




