
Beim Tapezieren, Malern und Bohren kann einiges schiefgehen. Unsere Maler haben nützliche Tipps und Tricks, mit denen ein „Tapetenwechsel“ gelingt.
Viele unserer Mitglieder legen beim Einzug in die neue Wohnung oder um Veränderung in gewohnter Umgebung zu schaffen, selbst Hand an. Ergebnis sind viele modern und schön gestaltete Wohnungen. Doch wo fange ich an und was brauche ich alles, wenn ich wenig Erfahrung als „Maler“ besitze?
Tapezieren ist gar nicht so schwer. Hier helfen einige Tipps und Tricks.
Wie überall kommt es auf das richtige Material – also die Tapete sowie die richtige Vorbereitung an. Vor dem Start sollten alle benötigten Arbeitsmaterialien bereitliegen, Möbel abgedeckt, Lichtschalter und Steckdosen entfernt sowie der Hut gefaltet sein.
Für Einsteiger sind Vliestapete oder Raufasertapete eine gute Wahl. Herr Bruner weiß:

Jakob Bruner
Bei Vliestapete kommt erst der Kleister und dann Tapete direkt an die Wand. Damit entfällt das minutenlange Einweichen jeder einzelnen Bahn. Damit lässt sich die trockene und dadurch auch deutlich leichtere Tapete auch ideal für Decken verwenden. Zwar bedarf es beim Tapezieren eines Spezialkleisters. Dafür lässt sich die Vliestapete später leichter wieder entfernen: einfach im trockenen Zustand abziehen.
Bei Raufasertapete wird der Kleister auf die Tapete aufgetragen und kommt danach an die Wand. Sie ist preiswert, ungeheuer praktisch und robust sowie einfach zu verarbeiten.
Wollen Sie etwas verändern, können Sie Raufasertapete einfach überstreichen. Schon hat das Zimmer einen neuen Look. Warten Sie nach dem Tapezieren aber rund zwölf Stunden ab, bis der Kleister komplett abgebunden hat.
Der „Königsweg“ …

Mark König
Achten Sie beim Tapetenkauf auf die Anfertigungsnummer. So vermeiden Sie Farbabweichungen.
Stellen Sie die „Klimafrage“. Die Raumtemperatur sollte über 20°C liegen; die Fenster während und nach der Arbeit geschlossen sein. Öffnen Sie zur Verteilung der Luftfeuchtigkeit lieber angrenzende Türen.
Vermeiden Sie „Scheibenkleister“, d.h. wählen Sie den Kleister passend zur Tapete und kleistern Sie Wand bzw. Tapete freigiebig ein.
Prüfen Sie nach jeder Tapetenbahn, ob alles im Lot ist.
Setzen Sie das Messer an der richtigen Stelle an. D.h., schneiden Sie die Tapetenbahnen ruhig großzügig zu und kürzen diese nachträglich ein. So vermeiden Sie es, fehlende Länge nachzukleben.
Streichen kann wirklich jeder. Auch hier gilt: Vorbereitung ist alles. Sie wollen die Farbe nur an der Wand haben. Dann decken Sie alle Möbel mit Planen ab, entfernen Sie Steckdosen sowie Schalter und schützen Sie den Boden mit Folie. Ist die Farbe ausgewählt und liegen alle Materialien bereit, können Sie starten.
Herrn Schwuchow`s Tipps:
Christian Schwuchow
Welche Farbe ist perfekt? Diese Frage entscheidet der eigene Geschmack und unser Farbempfinden – Hauptsache Wohlfühlen!
Gedeckte Farben lassen den Raum größer wirken, geben uns so das Gefühl von Weite und engen uns nicht ein.
Probieren Sie Ihren Wunschfarbton zuerst auf kleiner Fläche aus oder testen Sie mit Farbkarten aus dem Fachhandel bei unterschiedlichen Tageszeiten bzw. Lichtstimmungen.
Tragen Sie nicht zu dick auf. Wählen Sie Farbe nach Deckkraft aus – am besten Klasse 1. So vermeiden Sie mehrfaches Streichen.
Benutzen Sie Kurzflorrollen für glatte Wände und Langflorrollen für gröbere Strukturen.
Seien Sie ein Typ für Ecken und Kanten und beginnen Sie hier mit dem Farbanstrich bevor Sie die Wände streichen. Fangen Sie stets von Fenster aus an. So entstehen nahtlose Übergänge.
Vermeiden Sie – vor allem im Winter – hohe Temperaturen. Trocknet die Farbe zu schnell, entstehen Streifen.
In fast jedem Haushalt findet sich eine Bohrmaschine und für irgendetwas ist immer ein Loch zu bohren. Manchmal auch ein zweites, wenn das erste nicht sitzt, berichten uns immer wieder Mitglieder. Mit den richtigen Bohraufsätzen und unseren Tipps bohren Sie nie wieder daneben.
Mit einer Schlagbohrmaschine und verschiedenen Aufsätzen sind Sie bestens ausgestattet. Bevor Sie starten, legen Sie am besten alle Arbeitsmaterialien bereit und markieren Sie die Stelle, an der Sie Ihr Loch bohren möchten. Zur Sicherheit schalten Sie bitte die Sicherung für den Raum aus, in dem Sie bohren möchten.
Herr Scherer, hat auch eine Bohrmaschine und folgende Tipps:
Steffen Scherer
Kennen Sie nicht den Wandaufbau, machen Sie den Klopftest. Hören Sie ein hohles Geräusch, ist dies ein Hinweis auf Gipskarton. Bei einem dumpfen Geräusch, ist Stein oder Beton. Ruft jemand herein, ist es die Tür.
Wählen Sie den Bohraufsatz gezielt aus (Metall, Holz, Stein). Dies schützt vor Überhitzung und Verschleiß.
Achtung Elektrik – Bohren Sie in der Nähe von Stromleitungen, sollten Sie diese vorab mittels Ortungsgerät finden. So vermeiden Sie einen Unfall sowie größeren Schaden. Gern können Sie dieses Gerät bei uns ausleihen.
Bestimmen Sie vor dem Bohren die Bohrtiefe. Halten Sie einfach den Dübel an den Bohraufsatz und markieren die Länge z.B. mit einem Klebestreifen. So verschwindet der Dübel am Ende nicht in der Wand.
Manchmal muss es ein Spezialdübel sein, den Sie nach Wandbeschaffenheit und Gewicht auswählen sollten. Für leichte Dinge könne sie einen Universaldübel wählen.
Wir wünschen gutes Gelingen!




