
Während vor, nach und während der Vertreterversammlung reichlich Niederschlag fiel, fehlte der Regen im Sommer. Dies war für unsere Vertreter Anlass, intensiv über die Grünpflege in den WBG-Wohngebieten zu diskutieren. Hierbei stand wiederholt der zu starke Rückschnitt des Rasens sowie der Gehölze in der Kritik. Zudem wünschten sich einige Vertreter, Rabatten und Solitäre zu bewässern. Blühwiesen wurden gelobt. Aber der Reihe nach:

„Die Vertreterversammlung ist unser oberstes Willensbildungsorgan. Damit die Vertreter ihr Frage-, Rede- und Antragsrechtes wahrnehmen können, ist die Präsenzveranstaltung das rechtlich erprobte Format, die Mitgliederrechte vollumfänglich zu gewährleisten und vor allem eine Diskussion zu ermöglichen.“ Sylvia Weiß, WBG-Aufsichtsratsvorsitzende eröffnete so die Versammlung am 14. Oktober im Schülerfreizeitzentrum Ilmenau und begründete, warum Aufsichtsrat und Vorstand zu dieser in einer ´verrückten´ Zeit einluden. Unter den bekannten Corona-Regeln und -Bedingungen folgten 27 Vertreter (33 %) der Einladung – was uns sehr freute.
Nach der virtuellen Versammlung im Juni, in welcher die Geschäftsberichte entgegengenommen und Jahresabschluss beschlossen wurden, fiel diesmal der Vorstandsbericht kurz aus. Laut Peter Sattler steht die WBG wirtschaftlich stabil da und „Auswirkungen der Corona-Krise sind glücklicherweise kaum zu spüren“.

Auch auf den Baustellen lief es weitgehend planmäßig – „aber nicht immer einfach“, so Dorit Held. Erste sehenswerte Ergebnisse sind, nachdem die Baugerüste fielen, Am Stollen 18 bis 29 zu sehen. „Es schmerzt uns jedoch, dass wir nicht -wie geplant- mit dem Neubau „Schortehof“ beginnen konnten.“ Zwar standen Planer, Baufirmen und WBG in den Startlöchern, einzig die Förderzusage für diesen ambitionierten sozialen Wohnungsbau fehlte und ist auch aktuell offen. Hier plant die WBG aktuell neu, um das Projekt ggfs. auch ohne Förderung zu realisieren.
Mit Jürgen Elfrich, Prüfungsdirektor des Verbandes Thüringer Wohnungs- und Immobilienwirtschaft e.V. aus Erfurt (vtw) berichtete diesmal unser oberster Prüfer zum Prüfungsergebnis 2019. Schön zu hören, wenn „dies einfach ist, da alle wirtschaftlichen Zahlen passen und Aufsichtsrat sowie Vorstand ordnungsgemäß arbeiten.“

Mit Gerd Schramm zog sich ein langjähriges und sehr verdientes Mitglied aus dem Aufsichtsrat zurück. Veronika Marquardt, Mario Schäfer und Karsten Watterott wurden von den Vertretern für drei Jahre wiedergewählt.
Zudem bestätigte die Versammlung den Wahlvorstand und beauftragten damit Sarah Assing, Walter Joachim Cierpka, Günter Franke, Jochen Köditz und Peter Sattler die Vertreterwahl 2021 vorzubereiten und durchzuführen.

Jürgen Elfrich hatte jedoch noch etwas im Gepäck – die silberne Ehrennadel des vtw. Damit ehrte er Dr. Carl-Heinz Witting, welcher im Sommer den WBG-Vorstand verlassen hat. „Fast 50 Jahre ehrenamtliche Vorstandsarbeit und damit genossenschaftliches Engagement ist in Thüringen einmalig und auch im Verband spürbar gewesen. Dies möchte der vtw mit dieser Auszeichnung würdigen.“
Mit Ihrer Kritik an der Grünpflege haben Günter Frankenberg, Karin Leihbecher und Uwe Elßner recht und einen Punkt angesprochen, der auch in der WBG intensiv diskutiert wird. Gemeinsam mit unseren Partnerfirmen suchen wir eine Lösung, auch in „Trockenzeiten“ ein grünes Wohnumfeld zu bieten.
Fabian de Planque vom Studierendenrat der TU Ilmenau fragte nach, ob die WBG aktuelle Abrisspläne hat und es Gebäude mit Sanierungsstau gibt. Glücklicherweise müssen wir aktuell keinen Abriss planen. Zudem gibt es kein WBG-Gebäude mit einem Sanierungsstau. Dennoch gehen wir in den nächsten Jahren von einer sinkenden Wohnungsnachfrage aus und beobachten die Vermietungsquoten in einigen Häusern. In diesen Beobachtungsobjekten werden laufende und planmäßige Instandhaltungen durchgeführt, umfangreiche Modernisierungen wie energetische Innensanierungen oder Aufzugseinbauten jedoch aktuell nicht.
Dora Ganka lobte die Vielzahl neuer Ruhebänke in den Wohngebieten. Im Namen des Seniorenbeirats der Stadt Ilmenau wünschte sie sich jedoch mehr seniorengerechte Bänke.
Uwe Elßner lagen neben dem Grün noch zwei weitere Fragen auf dem Herzen. Wann kommen die fehlenden Dächer auf die Müllstellplätze und wie kann man den Glasfaserausbau für WBG-Mitglieder transparenter gestalten? Aktuell planen wir, die schrittweise Nachrüstung der Dächer im kommenden Jahr abzuschließen. Hinsichtlich des Glasfaserausbaus geben wir, sobald uns verbindliche Informationen vorliegen, diese auch an alle Mitglieder weiter. Gern greifen wir Herrn Elßners Anregung auf und veröffentlichen in den nächsten Tagen den aktuellen Ausbaustand auf unserer Webseite.
Frau Weiß schloss die kurze Versammlung und bedankte sich für die rege Diskussion.




